Mitte Mai fand der 3. Ökumenische Kirchentag statt….

Moment mal! Kirchentag? 100.000 Menschen, die in eine Stadt einfallen? Dichtes Gedränge am Abend der Begegnung und vor den Hallen? Dicht an dicht lauthals Singen bei den Konzerten und beim Abschlussgottesdienst?

Ist das dein Ernst? Natürlich nicht! In Zeiten der Pandemie fand der Kirchentag hauptsächlich digital und dezentral statt und auch einige Linneper waren dabei!

Bei den Eröffnungsveranstaltungen am Donnerstag flogen noch die Nachrichten hin und her: „Kannst du was sehen?“ „Ne, du?“. Große technische Probleme verhinderten, dass alle Interessenten die Livestreams sehen konnten.

Aber dann wurde es besser. In der Chatfunktion bekam man schnell auch einen Link, wie man das Verpasste in der ARD-Mediathek trotzdem noch sehen konnte.

Und danach war es dann fast ein Kirchentag wie immer. Veranstaltungen die einen fesselten, Veranstaltungen, die man zu spät im Programm entdeckt hatte und in denen man deshalb keinen Platz mehr bekam. Veranstaltungen, bei denen man merkte, dass man sich da total vergriffen hatte. Nur diesmal konnte man „gehen" ohne, dass es unangenehm auffiel.

Auch Ideen für die eigenen Kindergruppen hat ein Ehrenamtler „mitgebracht“.

Selbst in ein so typisches offenes Singen bin ich gerutscht in Form einer Zoomsitzung des Kirchenkreises „An der Ruhr“.

 

Ist ein digitaler, dezentraler Kirchentag also eine echte Alternative? Kein Schlafmangel, keine harte Isomatte, keine Hitzeschlacht oder Dauerregen?

Für dieses Mal ein klares: ja!

Für immer: nein!

Wir freuen uns auf 2023 in Nürnberg mit Schlafmangel, mit dem „falschen“ Wetter, mit (zu) vielen Menschen und sogar mit dem Schnarcher im Klassenzimmer aber auch mit vielen spontanen Begegnungen, dem Singen an der Bahnhaltestelle und dem Gefühl: wir sind im Glauben nicht allein!

 

Anmerkung außerdem:
Der Kirchentag ist vorbei, aber auf der Website www.oekt.de sind die meisten Veranstaltungen noch bis Ende des Jahres vorhanden und können noch nachgeschaut werden. Nutzen Sie die Chance!